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  • 13.05.2013

    Allgemeines zum Üben von Tai Chi und Qi Gong



    Stichpunktartig möchte ich in der Sommerausgabe auf einige Themen hinweisen, die beim Üben von Qi Gong und Tai Chi eine Rolle spielen.

    Um eine „mühelose“ Übungsgewohnheit zu entwickeln, ist es gut, einen Rhythmus zu etablieren. Also z. B. an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Zeiten zu üben. An einem Ort zu üben, an dem man sich wohl fühlt, und man ungestört ist. Gerade im Sommer ist es natürlich auch gut möglich, draußen zu üben, die Verbindung zum Boden, zur Erde ist dabei günstig.

    Um insgesamt Fortschritte zu machen, hat es sich bewährt, abwechselnd den Übungsschwerpunkt mal auf einzelne Aspekte zu richten und gezielt diese zu üben, dann aber wieder dieselbe Übung zu praktizieren, ohne auf einen bestimmten Aspekt im Einzelnen zu achten. Man versucht dann vielmehr, die Übung so durchzuführen, dass sich alles zusammenfügt, sich fließend und angenehm anfühlt.

    Manchmal macht es uns unser „mentales Tempo“ schwer. Im Alltag sind wir mit vielen Dingen betraut, oft mit vielen Aufgabenstellungen gleichzeitig, und wir sind sehr „im Kopf“. Es fällt schwer, die nötige Ruhe zum Üben aufzubringen. Daher ist es eine Herausforderung, eher die Geschwindigkeit unseres Körpers und seine Energieflüsse die Führung übernehmen zu lassen, statt unsere Gedanken und Vorstellungen.

    Hilfreich ist es daher, im Laufe der Zeit auch zunehmend eine weitere mentale Fähigkeit zu entwickeln, die wir vielleicht als „waches, aufmerksames Wahrnehmen und Fühlen“ bezeichnen könnten. Dann kann sich daraus auch eine positive Verstärkung ergeben: wenn der Geist entschleunigt, beruhigt das den Körper und das Nervensystem; das Wahrnehmen des Körpers und dessen Lebendigkeit wiederum beruhigt das Gedankenkarussel .

    Ein wichtiges Verbindungsglied ist dabei der Atem. Über diesen lässt sich einiges günstig beeinflussen, daher spielt er eine zentrale Rolle in der Praxis von Qi Gong und Tai Chi.

    Außerdem sollte das Üben Freude machen, sich lebendig anfühlen, mit einer Art Neugierde verbunden sein, etwas Angenehmes, Neues kennenzulernen. Es sollte also eindeutig in Richtung Entspannung und Lebensfreude statt Verbissenheit oder Anstrengung gehen.

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