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  • 29.11.2012

    Gesund mit Tai Chi



    In der Tai Chi Schule unterrichte ich Tai Chi, Ba Gua, Qi Gong und Meditation. Als Arzt fand ich von Anfang an faszinierend, wie vielschichtig diese aus dem alten China stammenden Übungen wirken. Besonders interessieren mich die gesundheitsfördernden Aspekte, wofür diese Übungen auch bekannt sind.

    Tai Chi und Ba Gua können, in der entsprechenden Weise geübt, allerdings auch als effektive Kampfkünste praktiziert werden. Zu den bekannten Tai Chi Stilen gehören der Yang, Chen und Wu Stil. Es sind Familiennamen, nach denen die Stile benannt sind. Es gibt auch noch weitere Stile, die je nach dem Gründer in ihrer Durchführung variieren, und damit sehr unterschiedlich aussehen können. Die Bewegungen richteten sich u.a. danach, wofür man Tai Chi einsetzen wollte, z.B. in früherem Zeitalter zum Kampf mit Rüstung oder Waffen. Die Weise der Bewegungen hing aber auch vom Körperbau des Meisters ab, der die Bewegungen entwickelte.

    Heute ist es vermutlich eher hilfreich, wenn man nicht zu viel Platz dafür braucht, die Bewegungsabfolge nicht zu lange dauert, man gesundheitlich davon profitieren kann und idealerweise damit auch Stress abbauen kann. Die Stile unterscheiden sich also in der Größe der Bewegungen, darin wie groß die Dehnungen sind, wie tief die Hocke ist. Manche begünstigen mehr „Äußere“ Entwicklungen, Stärkung von Knochen , Sehnen , Muskeln. Andere betonen mehr den „Inneren Aspekt“, und dienen der Entwicklung und Anwendung der Energieflüsse des Körpers.

    Ich habe mich, nachdem ich mehrere Stile kennengelernt habe, entschieden, den Wu Stil zu unterrichten. Nachdem die Bewegungen hier relativ klein sind, man also nicht extrem tief geht oder sehr breite Schritte macht, ist er auch für Ungeübte gut machbar. So wie der Wu Stil aufgebaut ist, eignet er sich insbesondere gut, um auch bei Knie- oder Rückenproblemen angewendet zu werden.

    Was übt man überhaupt in einer „Tai Chi Form“? Die „Tai Chi Form“ ist eine Abfolge von Bewegungen. Die Bewegungen sind so konzipiert, dass im Laufe der Zeit Gewebe gedehnt wird, der Körper „offener“ wird. Die Wirbelsäule lockert sich, Gelenke werden geöffnet. Die Bewegungen können gelenkschonend geübt werden. Die Durchblutung einschließlich des venösen Rückflusses wird gefördert. Die Bewegungen bewirken teilweise auch eine „Organmassage“ z.B. im Bauchraum.

    Insgesamt wird das Körpergefühl, die Fähigkeit der eigenen Wahrnehmung oder auch der des anderen bei Partnerübungen gefördert. Es hilft, Anspannung abzubauen, „aus dem Kopf“ in den Körper zu kommen, ohne einfach nur abzudriften. Insofern ist es auch geeignet, um Präsenz zu üben, auch für diejenigen, die z. B. gerne meditieren. Im Weiteren, wenn Körperausrichtungen passen und die Bewegungen vertraut sind, kann sich dann der Schwerpunkt mehr auf die Arbeit mit den Energieflüssen des Körpers, dem „Qi“, verlagern. Das Schöne bei diesen Übungen ist, man kann sie, wenn sie einem gefallen, ein ganzes Leben lang praktizieren und weiterentwickeln. Es dient der Gesundheit und dem Wohlbefinden.

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